Zentralkrankenhaus Reinkenheide
Das Institut
Das Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin (ILTM) versorgt das 1976 eröffnete Zentralkrankenhaus Reinkenheide, welches über ca. 700 Betten verfügt. Jährlich werden etwa 1,4 Millionen Analysen in den Bereichen Klinische Chemie, Mikrobiologie, Hämatologie und Immunhämatologie bearbeitet. Darüber hinaus betreibt das Institut einen eigenen Blutspendedienst, in welchem derzeit ca. 3.000 Blutkonserven im Jahr abgenommen werden.
Die Herausforderung
In den verschiedenen Bereichen des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin wurden bisher EDV-Lösungen unterschiedlicher Hersteller eingesetzt. Um die allgemeine Systemadministration zu vereinfachen und um von den einzelnen Bereichen des ILTM auch Zugriff auf Untersuchungsergebnisse der anderen Bereiche zu erhalten, war eine Vereinheitlichung der EDV-Systeme angestrebt. Dabei war die Übernahme der bisherigen Daten der einzelnen EDV-Lösungen ein wichtiges Muss.
Das Informationssystem sollte sich in das bestehende IT-System einfügen sowie eine moderne Datenbank und eine einheitliche Anwenderoberfläche unter Windows bieten.
Ablösung unterschiedlicher EDV-Systeme mit Übernahme der Altdaten und Integration mit einheitlichem Gesamtkonzept.
Die Lösung
Eurolab ist ein hochflexibles Labor-Informationssystem, das den gesamten Laborprozess kompetent steuert und eine homogene Lösung für das klinische und mikrobiologische Labormanagement sowie für die Blutspende und Blutbankverwaltung bietet. Bei einer einheitlichen Grundkonfiguration erlaubt Eurolab, die speziellen Anforderungen einzelner Standorte durch die Einstellung von Parametern zu adaptieren. Eine Anpassung durch Programmänderungen ist in diesem Zusammenhang nicht erforderlich, so dass Eurolab® im Jahr 2002 mit großem Erfolg eingeführt wurde.
Die IMP Computersysteme AG besitzt beachtliche Erfahrungen in der Umsetzung von komplexen Projekten. Das Projektmanagement nutzt für die Definition der Aufgaben, die Kontrolle und Steuerung der Projektdurchführung modernste Werkzeuge.
Im Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin wird Eurolab als Client/ Server-Lösung mit ca. 35 Bildschirmarbeitsplätzen unter Windows NT betrieben.
Als Server werden zwei SUN-Server 280R eingesetzt: ein Produktivserver und ein Testserver, auf dem gleichzeitig der Kommunikationsserver läuft. Für den Laborbereich stehen 72 GB Datenspeicher gespiegelt zur Verfügung. Die Produktivdaten werden in einer Oracle-9i-Datenbank verwaltet. Bei einem möglichen Ausfall übernimmt der Testserver den Produktivbetrieb. Somit ist für das Labor eine sehr hohe Verfügbarkeit gewährleistet.
Die Altdaten aus den bisherigen EDV-Systemen wurden als CSV-Dateien zur Verfügung gestellt und konnten lückenlos in Eurolab® übernommen werden.
Für den Datenaustausch mit dem Krankenhaus-Informationssystem wird das Standard-Format HL7 verwendet.
Die Vorteile
Eurolab unterstützt die Arbeitsabläufe des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin optimal. Alle laborbezogenen Daten sind im direkten Zugriff der Ärzte; die Qualität der medizinischen Beurteilung wird verbessert. Die Anwender nutzen eine einheitliche Oberfläche. Dadurch sinkt der Einarbeitungsaufwand beträchtlich.
Durch die komplette Übernahme der Altdaten aus den bisherigen EDV-Systemen mussten die Stationen nicht auf die Kumulativbefunde verzichten und auch im Labor blieb durch den Zugriff auf alle Labordaten die Qualität der Befundvalidierung gegeben.
Die professionelle Projektsteuerung durch IMP sicherte die Ausführung der Leistungen in dem festgelegten Zeit- und Budgetrahmen.
Ansprechpartner
Herr Prof. Dr. Hartung (Chefarzt des ITLM)
Herr Tienken (Projektleiter EDV)