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Krankenhäuser der Bundeswehr

Vier Häuser, eine Organisation

Die Bundeswehr unterhält zur medizinischen Versorgung ihrer Angehörigen, aber auch von Zivilpersonen insgesamt vier Krankenhäuser an den Standorten Berlin, Koblenz, Hamburg und Ulm.

Für eine effiziente Umsetzung des Versorgungsauftrags kooperieren die Krankenhäuser einerseits mit den Zentralinstituten des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und andererseits mit zivilen Strukturen in dem jeweiligen Umfeld.

Derzeit verfügen die Häuser über insgesamt ca. 2.200 Betten.

Die Herausforderung

Die Bundeswehrkrankenhäuser waren schon Mitte der neunziger Jahre mit einer Labor-EDV ausgestattet. Im Hinblick auf den anstehenden Jahrtausendwechsel sollten die Altanlagen durch moderne Systeme ersetzt und die kleineren Häuser mit leistungsfähigen Labor-Informationssystemen ausgestattet werden.

Da die Y2000-Fähigkeit der Altanlagen durch den Hersteller nicht garantiert werden konnte, war das Projekt einem ehrgeizigen Zeitplan unterworfen. Innerhalb von 8 Monaten war 1999 ein Gesamtkonzept, unter Berücksichtigung der Interessen aller beteiligter Laborleiter zu entwerfen, in EDV-Strukturen umzusetzen und vier Labor-Informationssysteme in den Routinebetrieb zu überführen. Die Implementierung der vier Neusysteme war für die darauf folgenden 12 Monate im Jahr 2000 geplant.

Einheitliche EDV-Lösung für alle Labore der Bundeswehrkrankenhäuser.

Die Lösung

Eurolab ist ein hochflexibles Labor-Informationssystem, das den gesamten Laborprozess kompetent steuert und eine homogene Lösung für das klinische und mikrobiologische Labormanagement sowie für die Blutspende und Blutbankverwaltung bietet. Bei einer einheitlichen Grundkonfiguration erlaubt Eurolab, die speziellen Anforderungen der einzelnen Standorte durch die Einstellung von Parametern zu adaptieren. Eine Anpassung durch Programmänderungen ist in diesem Zusammenhang nicht erforderlich. So können alle Häuser trotz Unterschiede im Workflow mit einer einheitlichen Labor-Software arbeiten.

Die IMP Computersysteme AG besitzt beachtliche Erfahrungen in der Umsetzung von komplexen Projekten. Das Projektmanagement nutzt für die Definition der Aufgaben, die Kontrolle und Steuerung der Projektdurchführung modernste Werkzeuge.

Eurolab wird in den einzelnen Krankenhäusern als Client/ Server-Lösung mit je 15 bis 30 Bildschirmarbeitsplätzen eingesetzt.

Die Systeme der jeweiligen Standorte sind autonom und werden auf zentralen Applikations- und Datenbank-Servern der Firma Fujitsu Siemens. Die Produktionsdaten werden auf einem RAID-Array verwaltet. Das Betriebssystem und die Konfigurationsdateien liegen auf separaten Spiegelplatten des Rechners.

Als Arbeitsplatzrechner werden konventionelle Personalcomputer unter Windows 2000 verwendet. Die Kommunikation mit dem Server erfolgt über TCP/IP. Die Ansteuerung von seriellen Endgeräten (Drucker, Laborautomaten, etc.) wird über Print-/ Deviceserver vorgenommen.

Sobald die internen Kommunikationsstrukturen (Projekt „Herkules“) bei der Bundeswehr verfügbar sind, ist ein Informationsaustausch zwischen den einzelnen Systemen geplant.

Für den lokalen Datenaustausch mit dem Krankenhaus-Informationssystem wird das Standard-Format HL7 verwendet.

Die Vorteile

Durch das moderne Softwarekonzept konnte der Implementierungsaufwand an den einzelnen Standorten erheblich gesenkt werden.

Die professionelle Projektsteuerung durch IMP sicherte die Ausführung der Leistungen in dem festgelegten Zeit- und Budgetrahmen.

Ansprechpartner

auf Anfrage