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Klinikum Stuttgart

Vier Häuser, ein Klinikum

Seit dem 1. Juli 1999 sind die vier städtischen Krankenhäuser, das Bürgerhospital, das Katharinenhospital, das Krankenhaus Bad Cannstadt und das Olgahospital (mit Frauenklinik Berg) zum Klinikum Stuttgart zusammengeschlossen. Die Stadt Stuttgart als Träger sowie die Sana Kliniken GmbH, der die Betriebsführung obliegt, erwarten von diesem Schritt unter anderem eine Festigung der Position der einzelnen Häuser im regionalen Gesundheitsmarkt. Ziel der vier Partner innerhalb des Klinikverbundes ist es, die medizinische und pflegerische Qualität der Patientenversorgung im Großraum Stuttgart zu sichern und weiter auszubauen.

Derzeit verfügen die Häuser über mehr als 2.500 Betten.

Die Herausforderung

Alle vier städtische Kliniken waren schon seit geraumer Zeit mit einer Labor-EDV ausgestattet, allerdings von jeweils anderen Herstellern. Um die Zahl der pflegeintensiven Schnittstellen zukünftig möglichst klein zu halten und um die allgemeine Systemadministration zu vereinfachen, war eine Vereinheitlichung der EDV-Systeme geboten.

Im Zusammenhang mit der angestrebten engen Kooperation der Häuser war die Bildung von Kompetenzzentren mit einer möglichst effizienten Bearbeitung der Patientenproben geplant. Die komplette Probenlogistik sowie der damit einhergehende Informationsfluss sollte durch eine moderne EDV-Lösung gesteuert werden.

An die neue EDV-Lösung stellten sich also zwei wesentliche Anforderungen, einmal die einheitliche, administrationsfreundliche Lösung für die Versorgung von vier Standorten und weiterhin die Unterstützung der komplexen Proben- und Informationsverteilung.

Darüber hinaus hatte sich das Informationssystem in das bestehende und noch zu konsolidierende IT-Umfeld einzufügen.

Die Konzeptentwicklung und Implementierung des Gesamtsystems sollte innerhalb von acht Monaten vorgenommen werden.

Komplexes Mehrhauskonzept mit integrierter Versorgung von externen Einsendern.

Die Lösung

Eurolab ist ein hochflexibles Labor-Informationssystem, das den gesamten Laborprozess kompetent steuert und eine homogene Lösung für das klinische und mikrobiologische Labormanagement sowie für die Blutspende und Blutbankverwaltung bietet. Bei einer einheitlichen Grundkonfiguration erlaubt Eurolab®, die speziellen Anforderungen der einzelnen Standorte im Rahmen eines Mehrhauskonzeptes durch die Einstellung von Parametern zu adaptieren. Eine Anpassung durch Programmänderungen ist in diesem Zusammenhang nicht erforderlich.

Die IMP Computersysteme AG besitzt beachtliche Erfahrungen in der Umsetzung von komplexen Projekten. Das Projektmanagement nutzt für die Definition der Aufgaben, die Kontrolle und Steuerung der Projektdurchführung modernste Werkzeuge. Die Umsetzung des Projektes wurde im Jahr 2003 erfolgreich realisiert.

Eurolab wird als Client/ Server-Lösung mit ca. 80 Bildschirmarbeitsplätzen eingesetzt.

Die Systeme der einzelnen Häuser werden als eigene Mandaten auf einem zentralen Datenbank-Server der Firma Hewlett Packert betrieben (ProLiant DL380R03 Package Cluster). Das hochverfügbare 2-Knoten-Clustersystem verwaltet die Produktivdaten in einer Oracle-9i-Datenbank auf einem Smart Array Cluster Storage (6 x 72 GB). Die Kommunikation mit lokalen Applikationsservern vom Typ Compaq ProLiant erfolgt über TCP/IP.

Für den Datenaustausch mit dem Krankenhaus-Informationssystem wird das Standard-Format HL7 verwendet.

Die Vorteile

Die komplette Probenlogistik sowie der damit einhergehende Informationsfluss wird von Eurolab optimal unterstützt. Bei einer einheitlichen Grundkonfiguration passt sich Eurolab optimal an die Bedürfnisse der einzelnen Krankenhäuser an und erfüllt die spezifischen Anforderungen der Anwender maßgeschneidert.

Durch das moderne Softwarekonzept konnte der Implementierungsaufwand und die Betriebskosten an den einzelnen Standorten erheblich gesenkt werden. Die professionelle Projektsteuerung durch IMP sicherte die Ausführung der Leistungen in dem festgelegten Zeit- und Budgetrahmen.

Ansprechpartner

Herr Prof. Dr. Wieland (Laborleiter Klinikum Stuttgart)
Herr Pfeiffer (Gesamtprojektleiter)